Geschichte der Wandmalerei und Illusionsmalerei

Hier erfahren Sie in kurzer Form über die Geschichte der Wandmalerei, von Steinzeitmalerei über Antike und Barock zur Modernen Illusionsmalerei als perfekte Raumillusion

Wandmalerei

Wandmalerei ist eine Form der Malkunst, bei der das Bild nicht auf eine Holztafel oder Leinwand aufgetragen wird sondern direkt auf eine Wand. Dieselben Techniken wie bei der Wandmalerei kommen auch bei der Deckenmalerei zum Einsatz.

Fresko- und Seccomalerei

Die Farben werden bei der Wandmalerei entweder auf den noch feuchten Putz der Wand aufgetragen (Freskomalerei) oder auf den bereits trockenen Putz (Seccomalerei)

Es ist ebenfalls möglich, das Gemälde erst auf einer Leinwand oder eine Tafel vorzufertigen und dann in die Wand einzulassen, was allerdings nicht als klassische Wandmalerei gilt.

Trompe-L’oeil-Malerei

Versucht der Künstler dabei, den Eindruck von Dreidimensionalität zu erzeugen entsteht das illusionistische Wandmalerei, oder Trompe-L’oeil-Malerei

Der Begriff Trompe-L'œil

ist französisch, und bedeutet täusche das Auge, tromper „täuschen“; l’œil „Auge“. Sind Bilder, illusionistische Gemälde, auch Wand- und Deckenmalereien, bei den versucht wird, Fotorealismus zu erzielen, deren dargestellte Gegenstände so naturalistisch gemalt sind, dass sie vom Betrachter als tatsächlich vorhanden empfunden werden

Frühzeit

Die frühesten Zeugnisse von Wandmalerei sind die Höhlenmalereien. Älteste Zeugnisse von Wandmalereien aus dem Neolithikum fanden sich in Catal Hüyük und an anderen Orten im Nahen Osten (ca. 6000 v. Chr.), wo diese Malereien besonders gut erhalten sind.

Zahlreiche Wandmalereien haben sich in Grabkappellen und Grabkammern der Alten Ägypter erhalten. Darunter befinden sich viele Darstellungen von Nahrungszubereitung oder von Werkstätten. Sie sollten das Überleben im Jenseits garantieren, als Statussymbol den Wohlstand des Verstorbenen repräsentieren, und letztlich waren Gartendarstellungen religiöse Symbole für die Wiedergeburt des Toten. Auch die in Vorderasien waren Wohnbauten und Paläste ausgemalt worden. Eine besondere Blüte erlebte die Wandmalerei schließlich auch im ägäischen Raum (ab ca. 1650 v. Chr. bis 1250 v. Chr.), wo die Paläste wie z.B. Knossos auf Kreta oftmals farbenfroh ausgemalt worden sind.

Antike

Auch die Griechen bemalten Tempelwände. Davon ist leider so gut wie nichts erhalten, man erfährt davon nur von den klassischen Autoren. Nach Erzählungen des Plinius, soll der antike griechische Maler Zeuxis im 5. Jh. v. Chr., Trauben auf einem Wandbild so täuschend echt gemalt haben, dass sie von Vögeln angepickt wurden. Sein Konkurrent Parrhasios malte daraufhin einen Schleier über verschiedene gemalte Gegenstände so naturalistisch, dass Zeuxis den Schleier beiseite schieben wollte, um die Malerei darunter besser betrachten zu können

Renaissance

Eines der bekanntesten Beispiele für Wandmalerei in der Renaissance ist Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Es war für den Speiseraum eines Klosters gedacht. Als Höhepunkt der Malerei in Freskotechnik wird die Wand- und Deckenbemalung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo gesehen.

Sehr beliebt in den Werken der Renaissance war die Scheinarchitektur. Dabei handelt es sich um Trompe-L'œil-Effekte, die wurden verstärkt durch Perfektionierung der Wiedergabe von Perspektive, Licht und Schatten. In der Renaissance gab es einzelne erste Beispiele für eine "Öffnung" der Decke als Blick in den Himmel mittels der Deckenmalerei. Ein Beispiel, Kuppelfresken von Correggio in Parma.

Barock

Im Barock nahm die Bedeutung der Wandmalerei besonders zu. Auch in der Spezialform der Deckenmalerei. Besonders virtuos wurde hier die Darstellung des Himmels, mit der viele Barockkirchen an der Decke ausgestattet wurden.

Im römischen Barock wurde die Deckenmalerei schließlich zu einem wesentlichen Mittel genreformatorischer Kirchenausstattungen. Die Wand- und Deckenmalerei des Barock und Rokoko versuchte, den Betrachter ganz in den Bann der Religion oder der absolutistischen Macht zu ziehen.

Eine besondere lokale Form der Wandmalerei ist die Lüftlmalerei in den Ortschaften der Alpentäler. Einige der berühmtesten Malereien, die im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden, befinden sich in Mittenwald, Garmisch sowie in Unter- und Oberammergau.

Moderne

Heute sind Trompe-Ll'œil als Wandmalerei wieder zuerst in Amerika, danach auch in Europa, und Deutschland gebräuchlich

Kein anderes Mittel der Wandgestaltung kann die Stimmung und positive Wirkung auf Körper und Geist einer Illusionsmalerei erreichen. Kunst schmückt heute nicht nur Wände im Privatbereich, sondern ist bereits an vielen Arbeitsplätzen und öffentlichen Einrichtungen ein fester Bestandteil.

Wandmalereien und Gestaltungen von Wandmalerei-ART Studio finden Sie In vielen öffentlichen und privaten Schwimmbädern, Sauna- und Wellnessräumen, Wohn- und Gastronomieräumen überall in Deutschland, und in ganz Europa.